BeispielsprechstundeIm Vorgespräch wird deutlich, dass der Klient durch eine Prüfung kommen will, die er bereits zweimal verpatzt hat.
In diesem Zusammenhang stellt er sich auch die Frage: Ist meine Studienrichtung überhaupt die richtige?Ebenfalls sucht er danach, erfrischend zu schlafen. Er hat den Eindruck, eher fast ständig im Halbschlaf zu sein.
Wir haben eine Sprechstunde bei seinem Höheren Selbst vorgeschlagen.
Die Sprechstunde
Der Klient erlebt sich als Junge von vier Jahren in seiner Familie. Es gibt Streit zwischen den Eltern und der Junge trägt das Gehörte zu den älteren Schwestern. Er will seine Aufgabe gut machen, aber er versteht nicht, was er übermittelt und er versteht nicht, warum die Schwestern danach traurig sind.
Es bleibt als Erfahrung zurück: "Ich mache es gut, aber ich verstehe es nicht."
Dieser innere Satz wird auf ein Papier geschrieben und dann symbolisch im Feuer verbrannt.Für das Unvermögen, die wichtige Prüfung zu bestehen, wird dem Klienten sein Schreibtisch deutlich vor Augen geführt durch seinen Inneren Helfer. Er erkennt, dass mit einer solchen Unordnung kein geordnetes Arbeiten und Lernen möglich ist. Er soll sich regelmäßig hinsetzen und lernen, nicht erst kurz vor der Prüfung. Der Schreibtisch muss einladend auf ihn wirken, damit er gut und regelmäßig lernen kann.
Der Klient erkennt, dass er jedes Mal in Prüfungen oder Testaten ein wichtiges Detail übersieht, dies zu spät bemerkt und sich dann ärgert über seine "Blödheit" Er bekommt dann schweißige Hände und wird innerlich zittrig.
Er wird von seinem Inneren Helfer aufgefordert, in die Situation zu gehen, wo es ihm zum ersten Mal passiert: das Übersehen eines wichtigen Details. Er sieht sich in der Abiturprüfung. Er bemerkt zu spät, dass er das Detail übersehen hat, er könnte die Aufgabe richtig lösen, aber die Zeit wird nicht mehr reichen. Er verspürt Druck und dies verhindert, dass er es wenigsten noch versucht. Der Druck wird symbolisch herausgenommen und ins Feuer geworfen. Sein Innerer Helfer zeigt ihm nun, dass er sogar ein Talent für Zahlen hat, dies nur nicht so richtig von sich glaubt. Er wird bestärkt, dass er dieses Talent hat.
Seine Studienwahl ist deshalb genau richtig für ihn, er soll sich nicht beirren lassen.Wegen des Gefühls, fast immer im Halbschlaf zu sein, wird ihm von seinem Inneren Helfer gesagt, dass er ab sofort besser sehen wird und mehr wahrnimmt von der Umwelt. Dieses Verhalten war eine Folge seines Kindheitserlebnissen, wo er gut sein wollte und Traurigkeit erzeugte und dieses Ergebnis nicht verstehen konnte. Dort wählte er für die Zukunft: lieber weniger sehen und hören und dafür keine Traurigkeit verantworten. Dies konnte in der Sprechstunde bearbeitet und transformiert werden.
Ihm wird auch geraten, nicht so viel Fernsehen zu sehen, vor allem keine Sendungen, die diesen Halbschlaf von Haus aus verstärken, wie Trickfilmserien. Gut sind Dokumentation und Berichte. Besonders erwähnt werden Sender wie Phönix und Arte. Wichtig ist beim Gebrauch des Fernsehens, zielgerichtet zu schauen und nicht einfach "hängen zu bleiben".
Er bekommt noch Informationen zu seiner Ernährung (die ist bei ihm gut gestaltet) und körperlichen Fitness (sein Sport ist auch gut für ihn). Da gibt es nichts zu ändern. Soll er so beibehalten.